ChatGPT im Unternehmen: 5 häufige Fehler

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ChatGPT ist in vielen Unternehmen längst angekommen.
Schnell. Niederschwellig. Effektiv.

Und genau darin liegt das Problem.

Denn was einfach startet, wird oft unkontrolliert genutzt – ohne klare Regeln, Zuständigkeiten oder Überblick.

Hier sind die 5 häufigsten Fehler, die wir in der Praxis sehen – und warum sie langfristig teuer werden können.

Fehler 1: „Das nutzt doch nur das Marketing“

ChatGPT wird häufig als einzelnes Tool gesehen –
genutzt von Marketing, HR oder einzelnen Mitarbeitenden.

Die Realität:
➡️ ChatGPT wird quer durchs Unternehmen eingesetzt.
➡️ Oft ohne Wissen der Führung oder IT.

Ohne Überblick weiß niemand:

  • wer es nutzt
  • wofür es genutzt wird
  • welche Daten eingegeben werden

Problem: Kein Überblick = kein verantwortungsvoller Einsatz.

Fehler 2: Keine klaren Regeln für die Nutzung

Viele Unternehmen haben keine klare Richtlinie, was erlaubt ist – und was nicht.

Das führt zu Unsicherheit:

  • Darf ich Kundendaten eingeben?
  • Interne Dokumente?
  • Entwürfe? Strategien?

Ohne Regeln entscheidet jeder selbst.
Und das ist kein Konzept – das ist Risiko.

Fehler 3: Verantwortung ist „irgendwo“

Oft gibt es keinen klaren Owner für KI-Tools wie ChatGPT.

Typische Situation:

  • IT fühlt sich nicht zuständig
  • Recht ist nicht eingebunden
  • Fachbereiche nutzen einfach

Ergebnis:
Niemand trägt Verantwortung – aber das Unternehmen haftet.

Fehler 4: DSGVO wird „irgendwie“ mitgedacht

Viele gehen davon aus, dass Standard-Tools automatisch DSGVO-konform sind.

Das Problem:
➡️ Die Nutzung entscheidet über die Konformität.
➡️ Nicht das Tool allein.

Ohne klare Vorgaben zu:

  • Datenarten
  • Zweck
  • Speicherung
  • Zugriff

entsteht schnell ein Datenschutzrisiko – oft unbewusst.

Fehler 5: Man denkt, das sei ein einmaliges Thema

„Wir regeln das einmal und dann passt das.“

Leider nein.

KI entwickelt sich weiter.
Nutzung verändert sich.
Teams wechseln. Tools kommen dazu.

Ohne Struktur wird aus einem Startprojekt
schnell wieder Chaos.

Was stattdessen hilft

Unternehmen, die ChatGPT sinnvoll einsetzen, machen es anders:

  • Sie schaffen Überblick, bevor sie regulieren
  • Sie definieren klare Verantwortlichkeiten
  • Sie formulieren verständliche Regeln, keine Verbote
  • Sie schulen Teams statt sie auszubremsen
  • Sie sehen KI als laufenden Prozess, nicht als Einmalaktion

Struktur zuerst.
Sicherheit und Tempo folgen automatisch.

Fazit

ChatGPT ist kein Risiko –
unklare Nutzung ist es.

Wer jetzt Ordnung schafft,
vermeidet spätere Reparaturarbeit,
unnötige Kosten
und rechtliche Unsicherheit.

Die Frage ist nicht,
ob ChatGPT genutzt wird –
sondern wie.

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